YoYo - JoJo
Eines der ältesten Spielzeuge überhaupt – das YoYo. Der Ausdruck
kommt angeblich von den Philippinen und bedeutet „Komm zurück“.
Das trifft den Kern dieses Geräts natürlich perfekt und gilt auch
für seinen Beliebtheitsgrad. Jahrelang redet kein Mensch von YoYos.
Nach etwa 10-15 Jahren kommt es wieder und jeder will ein YoYo haben.
Das letzte Mal war dies in Deutschland im Jahr 1998 der Fall. Wer
damals im Alter unter 16 war konnte sicher sein, als absolut uncool
zu gelten wenn er nicht mindestens ein YoYo hatte. Uns brachte das
viel Spaß, erfreuliche Umsätze und eine Fachkenntnis von der wir
heute noch profitieren.
Nun (Frühjahr 2010) scheint es wieder soweit zu sein: Das YoYo kommmt
zurück. Die YoYo-Verkäufe ziehen an und die Spielzeugbranche hofft
auf einen neuen alten Trend. In Kürze werden an jeder Straßenecke
YoYos angeboten werden. Wenn Geld zu verdienen ist, stehen heutzutage
immer schnell alle möglichen Anbieter parat, nicht jeder weiß, was
er da eigentlich verkauft. Bei uns finden sie ein rundes Programm
von guten YoYos für Anfänger und Könner in jeder Preisklasse. Wir
haben Ersatzschnüre, Literatur und Zubehör und wir können sie vernünftig
beraten.
Ein YoYo ist ein tolles Spielzeug. Es trainiert Motorik und Konzentration
und verschafft schnell Erfolgserlebnisse. Die Anerkennung der Zuschauer
ist einem sicher wenn man einen Trick sauber ausführt. Was mit einem
YoYo so möglich ist, können sie hier sehen. Ein Video von Dennis
Schleusner, dem mehrfachen deutschen YoYo-Meister. Dennis hat früher
bei einem unserer Lieferanten gearbeitet und dort seine Liebe zum
YoYo entdeckt. Heute lebt er von Auftritten wie diesem. (Link zum Video)
Kleine YoYo Fachkunde: Ein bißchen Know-How kann helfen. Hier stellen
wir die drei Grundtypen vor.
Das Rauf-und-Runter-YoYo: Das ursprüngliche und älteste
YoYo. Jeder kennt es aus Kindertagen, in Europa ist es seit etwa
200 Jahren bekannt. Bei diesem Typ ist die Schnur fest an der Achse
befestigt. Das YoYo muß nach dem Herunterlaufen auf jeden Fall wieder
zurückkommen, der Spieler muß lediglich durch leichtes Rucken an
der Schnur die verlorene Energie wieder zuführen, damit das YoYo
auch bis zur Hand zurückkehrt. Weitere Tricks sind nicht möglich,
es wird immer nur rauf und runter gespielt. Nicht besonders aufregend,
aber für blutige Anfänger und kleine Kinder der beste und oft einzige
Weg um überhaupt den Einstieg zu finden.
Das Freilauf-YoYo: Das YoYo für Könner. Hier wird die Achse
nicht fest mit der Schnur verbunden. Im einfachsten Fall steckt
die Achse in der Schlaufe der speziellen YoYo-Schnur und ist darin
frei drehbar. Das YoYo kann sich bei ganz abgewickelter Schnur weiterdrehen
ohne daß sich die Schnur sofort wieder aufwickelt.

Aufbau eines einfachen Freilaufyoyos
In der Praxis sieht das so aus: Der Spieler wirft das YoYo ab und
gibt im richtigen Moment mit der Hand ein bißchen nach. Das YoYo
beibt unten scheinbar stehen, rotiert aber weiter. Durch einen kleine
Ruck kehrt es wieder zurück. Dieser Grundtrick ist der „Sleeper“,
die Basis für alle weiteren Tricks. Denn in der Zeit, in der das
YoYo „schläft“, können wildeste Kapriolen mit der Schnur angestellt
werden.

Je länger dieser Sleeper dauert, desto mehr Tricks sind möglich.
Der längste Sleeper dauerte fast 16 Minuten! Normal sind allerdings
nur einige Sekunden. Je länger der Sleeper, desto besser das YoYo.
Mit verschiedenen Techniken wird versucht, den Sleeper zu verlängern.
Bei den meisten modernen Freilaufyoyos läuft die Achse nicht einfach
in der Schnurschlaufe, sondern in einem kleinen Lager, meistens
ein Kunststoffring. Das reduziert die Reibung. Noch besser sind
Kugellager. Mit einem gut ausgewuchteten und schwerem YoYo mit Kugelager
sind extrem lange Sleeper möglich. Der Haken bei der Sache: YoYos
mit extremem Freilauf sind auch extrem schwer zu spielen. Ein Anfänger
bekommt sie zwar probemlos in den Sleeper, aber nicht wieder zurück.
Da wird das Spiel dann schnell zum Frust.

Coral-Snake von Henrys.
Das Kugellager ist gut zu erkennen.
Das YoYo muß also dem Können des Spielers angepasst sein. Eine
gute Möglichkeit sind dazu die YoYos der Firma Henrys aus Karlsruhe.
Bei ihnen ist der Spalt, also der Abstand zwischen den Schalen verstellbar.
Enger Spalt bedeutet wenig bis gar kein Freilauf, breiter Spalt
gibt viel Freilauf.

Henrys Lizard
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Henrys Viper – Gummischalen –
Metallkern - Kugellager
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Das Fliehkraft-Kupplungs-YoYo: Dieser Typ,
ursprünglich entwickelt von der Fa.Yomega, löste Ende der 90er Jahre
den weltweiten YoYo-Boom aus. Es ist besonders für Einsteiger gut
geeignet denn es vereint die Vorteile von Freilauf und Rauf-und-Runter-YoYo.

Yomega Brain mit Fliehkraftkupplung
Bei normalem Spielen verhält sich ein YoYo mit Fliehkraftkupplung
wie ein Rauf-und-Runter. Die Schnur ist fest mit der Achse verbunden
und es kommt immer problemlos wieder hoch. Das ist gut zum Üben
für Einsteiger. Wirft man das YoYo nun mit viel Kraft und dem richtigen
Schwung ab, dann öffnet sich díe eingebaute Fliehkraft-kupplung.
Die Gewichte schwingen gegen den Federdruck nach außen, die Klemmbacken
öffnen sich und der Yoyo-Körper hat keine feste Verbindung mehr
mit der Schnur. Das YoYo bleibt unten stehen – der Sleeper beginnt.
Nach einer Weile wird die Rotation geringer, der Federdruck überwiegt
die Fliehkraft, die Backen schließen sich wieder und das YoYo kehrt
zurück.

Für Anfänger sind Fliehkraftkupplungen ideal. Könner
haben damit weniger Spaß, denn besonders lange Sleeper sind nicht
möglich.
YoYo-Pflege: Für alle modernen Kunststoffyoyos
gilt: Sie sind nicht unzerstörbar. Zum Pflegen des Innenlebens und
zur Montage können diese YoYos auseinandergeschaubt werden. Werden
die beiden Schalen dann wieder zusammengeschraubt, ist Gefühl vonnöten.
Zu kräftiges zudrehen zerstört die Kunststoff-Metallverbindung der
Gewindeaufnahme. Das YoYo ist dann ein Totalschaden.

Eine Hälfte eines Yomega Brain.
Vorsicht beim Zuschrauben!
Die Achse von YoYos mit Reiblager sollte ab und zu
gefettet werden. Das sorgt für längeren Freilauf. Dafür eignet sich
Vaseline oder ein spezielles YoYo-Öl. Zum Schnurwechsel nur Original-YoYo-Schnur
verwenden. YoYo-Schnüre sind speziell. Anfang und Ende liegen oben,
an der Hand. Unten bildet die Schnur eine Schlaufe, in der die YoYo-Achse
steckt. Knotet man hier irgendeine Strippe an, wird das YoYo nicht
mehr funktionieren. Schnüre sind Verschleißteile und müssen öfter,
bei häufigem Spiel täglich, gewechselt werden. Vorsicht bei zu langen
Schnüren. Wirft ein kleiner Mensch ein YoYo mit zu langer Schnur
kräftig ab wird es mit hoher Geschwindigkeit auf den Boden knallen.
Ein Kunststoffyoyo ist dann kaputt. Schnüre müssen entsprechend
der Körpergröße gekürzt werden.

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