Zubehör

Viel braucht es nicht, aber ein bißchen Zubehör
muß schon sein. Ohne Leine(n) geht es nicht und ein Griff
zum festhalten muß auch daran. Eine Drachentasche für mehrere
Drachen oder ein Windmesser für die, die es wissen wollen:
Wir haben das Zeug zum Fliegen.
Drachenleine:
Ein wichtiges Teil des Drachensystems, wird oft vernachlässigt.
Unser Tip bei begrenztem Budget: Nicht an der Leine sparen.
Lieber ein günstigerer kleinerer Drachen mit einer besseren
Leine als umgekehrt. Sie haben mehr davon. Für Lenkdrachen
sind Dyneema-Leinen das z.Zt. beste verfügbare Material. Diese
Leinen sind sehr dehnungsarm bei hoher Bruchlast und niedrigem
Durchmesser. Das sorgt für direktere Lenkkontrolle und gute
Leichtwindeigenschaften. Für Einleiner eignen sich Polyester-
bzw. Dacronleinen besser. Sie sind etwas dicker bei gleicher
Reißfestigkeit und haben sehr viel mehr Dehnung. Beim Einleinerdrachen
ist dies erwünscht, weil sich nicht jede Windböe als Ruck
auf den Drachen überträgt sondern von der Schnur abgefedert
wird. Die Bruchlast von Leinen wird als sogenannte statische
Bruchlast angegeben. Das ist die Kraft, bei der eine Leine
reißt, wenn sie ganz langsam und kontinuierlich gezogen wird.
Im Flugbetrieb taucht aber dynamische Belastung auf, d.h.
es gibt Rucks und wechselnde Belastungen auf der Leine. Die
statische Last muß immer ein vielfaches der tatsächlich erwarteten
Belastung sein. Wenn wir für einen Drachen eine 100 kp-Leine
empfehlen brauchen Sie also nicht zu befürchten, das der Drachen
sie vom Boden hebt: Mehr als 10-10-20 kp Zug sind nicht zu
erwarten. (Das ist aber auch schon eine Menge) Unsere Schnurempfehlungen
sind Erfahrungswerte. Für norddeutsche Windverhältnisse nehmen
Sie lieber die stärkere Schnur, für Schwachwindreviere eher
die dünnere. Die optimale Schnur für alle Windverhältnisse
gibt es leider nicht. Mit 3 Leinensätzen, z.Bsp. 50, 95, 180kp
oder 70,130, 270kp können sie normalerweise alle Ihre Lenkdrachen
bei allen Windverhältnissen fliegen. Für die Nicht-Physiker:
1 kp (kilopond) ist die Kraft, die eine Masse (ein Gewicht)
von 1 kg ausübt. Für die Physiker: Wir verzichten auf die
wissenschaftlich korrekte aber weniger anschauliche Angabe
in Newton.
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